Dienstag, 21. März 2017

Stellungnahme zur Antwort des BAG auf den Brief an Alain Berset

Stellungnahme zur Antwort des BAG auf den Brief an Alain Berset
Werte Damen und Herren,
Ich danke Ihnen für die ausführliche Antwort auf meinen Brief. Es ist mir ein Anliegen, zu einigen Ihrer Aussagen nochmals Stellung zu beziehen.
„Sie erwähnen den Leidensdruck, dem Pflegende bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind und der nun zur Lancierung der Pflegeinitiative geführt hat. Dass Pflegende physisch und psychisch stark gefordert sind, ist auch für Menschen nachvollziehbar, die selbst keine Erfahrung als Pflegende haben.“
Ich bin froh zu wissen, dass Herr Bundesrat Alain Berset und das BAG offenbar die Notwenigkeit zu handeln erkannt haben. Auch wenn ich bezweifle, dass sie wirklich nachvollziehen kann, was der Pflegenotstand für Pflegende im Alltag bedeutet. Täglich sind Pflegende ethischen Dilemmas ausgesetzt. Damit sind die Pflegenden alleine. Dies ist ein Fakt, kein Vorwurf, sondern ein Aufruf, sich direkt mit der Not der Pflegenden auseinander zu setzen. Der Vorschlag, mich in meinem Alltag zu begleiten ist natürlich utopisch. Ich bin jedoch überzeugt, dass Herr Alain Berset und das BAG einen Weg finden werden, sich einen Eindruck der Realität zu verschaffen. Damit meine ich nicht Zahlen, sondern die Gesichter und Schicksale dahinter.

„Der Pflegeberuf ist anspruchsvoll, der ökonomische Druck führt zu einer Verdichtung der Pflegeprozesses, das ist auch dem Bundesrat bewusst.“
Der Pflegeprozess wird nicht verdichtet sondern nahezu unmöglich gemacht.

„Es braucht wirksame Massnahmen, damit Pflegefachkräfte lange und bei guter Gesundheit im Beruf bleiben.“
Solche Massnahmen würde ich sehr begrüssen. Sie sind dringend nötig und hätten schon vor Jahren ergriffen werden müssen.
Es braucht nicht nur in diesem Bereich Massnahmen. Es braucht auch Massnahmen, die es den Pflegenden ermöglichen, ihre Arbeit so zu machen, wie sie erlernt wurde.

„Als erstes sollen Instrumente entwickelt werden, um Aktualisierung zentrale Faktoren der Arbeitsumgebung und deren Einfluss auf die Berufsverweildauer zu messen. Anschliessend geht es darum, diese Instrumente in verschiedenen Institutionen der Langzeitpflege auf ihre Alltagstauglichkeit zu prüfen. Zum Schluss sollen Betriebe der Langzeitpflege, die sich verbessern wollen, bei der Durchführung eines strukturierten Optimierungsprogramms finanziell unterstützt werden.“
Und das ist jetzt alles? Glauben Sie wirklich, Pflegenden, die kurz vor dem Aufgeben sind, die völlig Desillusioniert und enttäuscht von der Politik, die sie all die Jahre im Stich gelassen hat, die ihren Beruf nur noch als Last sehen, so die Hoffnung auf Verbesserung der Situation zu geben, dass sie die Kraft finden weiter zu machen. Ich weiss, dieses Vorgehen ist sicherlich politisch und wissenschaftlich korrekt, hätte aber schon vor Jahren beginnen sollen. Sie können von den Pflegenden nicht erwarten, dass sie nochmals Jahre warten, bis sich ihre Situation verändert.
Ich weiss, die politischen Mühlen mahlen langsam, aber wenn es in diesem Tempo weiter geht, sind die ersten Bewohner in unterbesetzten Pflegeheimen verhungert.
Dass es bei diesen Bemühungen nur um die Langzeitpflege geht, finde ich etwas kurzsichtig. Denn auch die anderen Bereiche sind in Not und es wäre falsch, dort zu warten, bis der Brand ebenso gross ist, wie in der Langzeitpflege.
Trotzdem wäre es schön, wenn ich meine Leserinnen und Leser über die Arbeit zur Verbesserung der Berufsverweildauer auf dem Laufenden halten könnte. Wo finde ich dazu jeweils Informationen? Ich sehe es als Teil meiner Aufgabe, Pflegenden zu zeigen, dass Veränderungen im Gange sind. Auch wenn es mir zu wenig ist, kann es doch  Hoffnung geben, dass unser wunderschöner Beruf nicht ausstirbt, sondern neu erstarken kann.

„Sie erwähnen zudem, dass die Leistungen der Pflegenden nicht in den DRGs abgebildet seien. Auch diesbezüglich haben die Schweizerische Vereinigung der Pflegedienstleiterinnen und Pflegedienstleiter und der SBK als Trägerschaft von NursingDRG einiges bewegen können. So hat beispielsweise der Verwaltungsrat von SwissDRG AG per 2017 beschlossen, Zusatzentgelte für die Pflege- Komplex- Behandlung einzuführen. Die korrekte Abbildung der Leistungen ist eine gesetzliche Aufgabe von SwissDRG. Anpassungen in diesem Sinne sind zu begrüssen“
Es ist mir wichtig hier noch einmal zu betonen: Es ist ein Versagen der Politik (namentlich National- und Ständerat), dass die DRGs eingeführt wurden, ohne dafür zu sorgen, dass die Leistung der Pflegenden auch nur ansatzweise abgebildet wurde. Dieser Umstand ist Teil der Misere in den Spitälern. Es zeigt aber auch sehr deutlich wer im Gesundheitswesen das Sagen hat.
Nun verbleibe ich mit freundlichen Grüssen und wünsche Ihnen Gesundheit, sie ist das höchste Gut, das keiner kaufen kann.


Madame Malevizia.

Montag, 13. März 2017

Antwort vom Bundesamt für Gesundheit auf den Brief an Bundesrat Alain Berset

Anerkennung der Arbeit im Pflegeberuf
 Sehr geehrte Madame Malevizia
Ihren Brief vom Januar 2017 an Herrn Bundesrat Alain Berset haben wir erhalten und danken Ihnen dafür. Er hat uns gebeten, diesen in seinem Auftrag zu beantworten. Sie stellen dem Bundesrat in Ihrem Brief verschiedene Fragen, auf die wir nachfolgend gerne eingehen.

Sie erwähnen den Leidensdruck, dem Pflegende bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind und der nun zur Lancierung der Pflegeinitiative geführt hat. Dass Pflegende physisch und psychisch stark gefordert sind, ist auch für Menschen nachvollziehbar, die selbst keine Erfahrung als Pflegende haben. Der Pflegeberuf ist anspruchsvoll, der ökonomische Druck führt zu einer Verdichtung der Pflegeprozesses, das ist auch dem Bundesrat bewusst. Es braucht wirksame Massnahmen, damit Pflegefachkräfte lange und bei guter Gesundheit im Beruf bleiben.
Dazu hat der Bundesrat im vergangenen Dezember im Rahmen des Masterplans Bildung Pflegeberufe verschiedene Massnahmen verabschiedet, vor allem in der Langzeitpflege. Diese werden nun umgesetzt. Dazu gehören:

Erhöhung der Berufsverweildauer
Um das Personal im Beruf zu halten, will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Arbeitsumgebung der Langzeitpflege verbessern: Die Fachkräfte sollen Rahmenbedingungen vorfinden, durch die sie sich mit dem Pflegeberuf und mit ihrem Betrieb identifizieren und dort länger bleiben. Als erstes sollen Instrumente entwickelt werden, um Aktualisierung zentrale Faktoren der Arbeitsumgebung und deren Einfluss auf die Berufsverweildauer zu messen. Anschliessend geht es darum, diese Instrumente in verschiedenen Institutionen der Langzeitpflege auf ihre Alltagstauglichkeit zu prüfen. Zum Schluss sollen Betriebe der Langzeitpflege, die sich verbessern wollen, bei der Durchführung eines strukturierten Optimierungsprogramms finanziell unterstützt werden.
Personal durch Imagekampagne und Wiedereinstiegsprogramm gewinnen
Unter der Federführung des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) werden das BAG und die Organisationen der Arbeitswelt ab 2018 eine Kampagne lancieren, um das Image der Ausbildungen und der Karriere in der Langzeitpflege zu verbessern.
Zudem wird das SBFI im Auftrag des Bundesrats kantonale Förderprogramme für Wiedereinsteigende in die Langzeitpflege finanziell unterstützen. Mit der Übernahme der Kosten für Wiedereinstiegskurse sollen Bund und Kantone von 2018 bis 2022 gemeinsam 2000 diplomierte Pflegefachkräfte zur Wiederaufnahme einer Pflegetätigkeit gewinnen. Wiedereinstiegskurse werden von einzelnen Kantonen bereits heute erfolgreich angeboten. Die Kosten pro Kurs belaufen sich auf CHF 2000.- bis 5000.- pro Person.

Der Schweizerische Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) hat nach Ablehnung der parlamentarischen Initiative Joder mit der Pflegeinitiative ein legitimes demokratisches Mittel ergriffen, um direkten Einfluss auf die Politik zu nehmen und seine Anliegen durchzubringen. Die Pflegefachkräfte sind die grösste Berufsgruppe in der Gesundheitsversorgung; sie wird angesichts der älter werdenden Bevölkerung weiter an Bedeutung gewinnen. Welche Rolle sie in der Gesundheitsversorgung spielen soll, darüber wird das Schweizer Stimmvolk entscheiden, falls die Initiative zustande kommt. Das ist zu begrüssen, denn in kaum einem andern Politikbereich sind so viele Bürgerinnen und Bürger direkt oder indirekt betroffen wie von der Verfügbarkeit der Pflege.

Sie erwähnen zudem, dass die Leistungen der Pflegenden nicht in den DRGs abgebildet seien. Auch diesbezüglich haben die Schweizerische Vereinigung der Pflegedienstleiterinnen und Pflegedienstleiter und der SBK als Trägerschaft von NursingDRG einiges bewegen können. So hat beispielsweise der Verwaltungsrat von SwissDRG AG per 2017 beschlossen, Zusatzentgelte für die Pflege- Komplex- Behandlung einzuführen. Die korrekte Abbildung der Leistungen ist eine gesetzliche Aufgabe von SwissDRG. Anpassungen in diesem Sinne sind zu begrüssen.

Die Schweiz lebt und entwickelt sich weiter durch politisches Engagement. In diesem Sinne freuen wir uns auf eine konstruktive Auseinandersetzung und auf gute Lösungen für die Pflegenden im Interesse aller.

Freundliche Grüsse

Abteilung Gesundheitsberufe

Der Leiter

Ryan Tandjung

Dienstag, 7. März 2017

Bereits wieder Legende – Der Schnitzelbankrundkurs 2017



Auch wenn es auf dem Post kurz vor Abmarsch anders aussieht: Der Clanum mystericum war am Sonntag mit Schirm, Charme, dem Helgendings und ihren Versen auf dem Rundkurs. Mit von der Partie waren: Aphrodite (Göttin der Liebe und der Leidenschaft, sie fand, sonst sei niemand wichtig), Hera (von Aphrodite zur Domina degradiert); Artemis, Göttin der Jagd (die ständig nach irgendwelchen Böcken suchte) und Hades (Gott der Unterwelt, er hatte die Funktion des Ständers inne - für die Helgen, versautes Volk).
Als erstes besuchte die holde Götterschar das Prov. Seit der ersten Fasnacht trifft der Clanum hier auf ein aufgeschlossenes, begeisterungsfähiges Publikum. Auch dieses Jahr war es nicht anders. Mit öich fägts eifach! Merci Prov.
Bis auf den allerletzten und hinterletzten Platz vollgestopft war das Hasli. Wenn er könnte, hätte der liebe Reto wohl noch Plätze an die Decke gehängt. (Reto, da du die besten Pouletflügeli machst, verzeihen wir dir deine Auswüchse). Es war dann auch nicht so einfach, die nötige Ruhe für den Auftritt herzustellen. Aber es gab nette Menschen im Publikum, die selbst für diese sorgten. Der Clanum gab alles, was ihre Stimmbänder hergaben. Leider konnten uns doch nicht alle sehen und hören. Im Zwischenraum wurden wir hinterher liebenswürdig von Vreni mit Getränken und Apéroknabbereien versorgt. Da trafen wir dann auch noch unsere Freunde die SpätSünder, die jeweils nach uns auftraten. Bis zum Bären konnten wir den Kontakt halten, danach gingen uns unsere Freunde leider verloren…
Weiter gings für den Claunum mystericum im Chrämerhuus. Für Schnitzelbänke ein ideales Lokal, weil ein Schlauch und vorne eine kleine Bühne. Dazu noch ein waches, gut gelauntes Publikum. Schnitzelbankherz, was willst Du mehr?
Auch im Bären waren die Leute echt gut drauf. Seit der Rundkurs im Saal oben stattfindet, hat dieses Lokal für uns echt an Qualität gewonnen. Auch wurden wir mit Mikros versorgt und konnten so unsere zarten Stimmen schonen.
Was uns im James erwarten würde, wussten wir nicht so genau. Letztes Jahr, war dort die Stimmung eher verhalten und das Publikum wirkte irgendwie gestresst. Aber auch dort waren wir mit unserer etwas anderen Art Willkommen und wir genossen den Auftritt. Allerdings musste Hera aufpassen, dass sie nicht plötzlich ihren Text vergas. Die fantastische Deko des Lokals lenkte sie sehr ab.
Zum ersten Mal im Rundkurs war das À la carte. Dort trafen wir auf Béatrice Herzig, welche sich von der LFG um die Schnitzelbanken kümmert. Merci Béa, für Dein Interesse und Deinen Einsatz. Es ist schön, eine so liebe Ansprechperson zu haben! Das weitläufige (irgendwie hatte ich das kleiner in Erinnerung) Lokal war nicht so einfach zu bespielen. Auch die draussen Vollgas gebende Gumpibar machte es nicht leichter. Aber ich glaube, es ist doch ganz gut gegangen und wir konnten den Zuschauern Freude bereiten.
Und dann kam schon der letzte Auftritt in der Braui. Zuvor schlug natürlich mein Hexenherz höher, als ich draussen den Besenparkplatz entdeckte. Und auch drinnen war die Deko phänomenal. Bei diesem Auftritt wurde ich echt überrascht. Überrascht von der Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden. Und überrascht vom Interesse und der Aufmerksamkeit des Publikums. Es war ein würdiger Abschluss. Merci vielmal!
Ja, jetzt ist er schon wieder Legende, der Rundkurs 2017 und wie mir meine Freunde versichert haben, wird es auch wieder einen Rundkurs 2018 geben. Ich freue mich schon darauf!

Sonntag, 5. Februar 2017

Dear Mr. Bundesrat

Januar 2017

Werter Herr Bundesrat Alain Berset

Kennen Sie das Lied „Dear Mr. President“ von Pink? Es ist vom Jahr 2011. Darin lädt sie den amtierenden US – Präsidenten zu einem Spaziergang ein und stellt ihm einige Fragen. Auch ich habe Fragen, Fragen einer Pflegehexe an den Vorsteher des eidgenössischen Departement des Innern, welches auch für das Gesundheitswesen zuständig ist. Ich frage Sie:
·        Ist Ihnen bewusst, wie hoch der Leidensdruck sein muss wenn eine so duldsame Berufsgruppe wie die Pflege sich zusammenschliesst und eine Initiative lanciert?

·        Wie kann es passieren, dass die Leistunden einer so grossen Berufsgruppe wie die Pflege in den DRGs nicht einmal ansatzweise abgebildet sind?

·        Können Sie sich vorstellen, wie erniedrigend es für Pflegende ist, jeden Handgriff nachweisen zu müssen? Ja, die Krankenkassen sollen wissen, wofür sie bezahlen. Es führt jedoch zu weit, wenn Pflegende dokumentieren müssen, dass sie einem Patienten die Hose herunterziehen, bevor sie eine Inkontinenzeinlage wechseln.

·        Können Sie sich vorstellen, dass es für Pflegende ein Ärgernis darstellt, wenn ständig von der Kostenexplosion im Gesundheitswesen gesprochen wird, sie selbst jedoch nichts von diesem Geld sehen und sich an ihrer schwierigen Lage nichts ändert?

Werter Herr Bundesrat Berset, Pink lädt den Präsidenten zu einem Spaziergang ein. Ich lade Sie ein, eine Woche in den Schuhen einer Pflegenden zu gehen. Erst dann werden Sie auch nur ansatzweise verstehen, in welchen Spannungsfeldern sich Pflegende tagtäglich bewegen. Erst dann werden Sie erfassen, welch hohe kognitive, physische und psychische Anforderungen der Beruf stellt.
Nur so werden Sie ansatzweise verstehen, was für Menschen sich diesen Beruf aussuchen.
 Keine Studie, keine Befragung kann Ihnen mehr Anhaltspunkte dazu geben, wie Pflegende länger im Beruf gehalten werden können, als eine Woche in den Schuhen einer Pflegenden zu gehen.

Nun wünsche ich Ihnen Gesundheit, sie ist das höchste Gut, das keiner kaufen kann.

Freundliche Grüsse

Madame Malevizia

Ps. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass dieser Brief sowie eine allfällige Antwort auf meiner Homepage sowie meiner Facebook- Sete veröffentlicht wird.



Mittwoch, 25. Januar 2017

Warum ich die Pflegeinitiative unterstütze - oder um was es wirklich geht


Ihr Lieben,
Mir war nicht bewusst, dass in der Schweiz Zahlen so wichtig sind. Für mich sind sie es nicht. Vielleicht liegt es daran, dass Mathematik niemals zu meinen Lieblingsfächern gehörte. Eher im Gegenteil. Oder, wie eine Arbeitskollegin einmal sagte: Ich bin nicht Pflegefachfrau geworden, weil ich besonders gut im Rechnen bin.
In den Medienberichten, wie auch in den Voten der meisten Politiker zur Pflegeinitiative, ging es fast ausschliesslich um Zahlen. Es geht aber um etwas völlig anderes.
Es geht um Menschenleben.
Der Zeitdruck auf die Pflege steigt täglich. Immer mehr Patienten müssen in immer weniger Zeit betreut werden. Wie schnell ist da ein Fehler passiert. Wie schnell ein Name verwechselt, sei es nun der eines Patienten oder eines Medikamentes. Wie schnell ist die Tropfgeschwindigkeit falsch errechnet und somit auch die Dosierung über 24 Stunden falsch.
Es sind die Pflegenden, die im Akutspital am meisten am Patientenbett stehen. Sie sind es, denen erste Anzeichen einer Veränderung des Gesundheitszustandes der Patienten auffallen. Sie sind die erste Ansprechperson für Patienten und ihre Angehörigen. Wenn die Zahl der Pflegefachpersonen weiter sinkt, werden diese wichtigen Beobachtungen weiter sinken
In den Psychiatrien sind es die Pflegefachpersonen, die Krisen früh erkennen und intervenieren können. Sie sind es, die Patienten in Krise, sei sie depressiv, emotional instabil, manisch oder psychotisch, zurück ins Leben begleiten. Sie sind es, die als erste reagieren müssen, wenn Patienten selbst- oder fremdgefährdend sind. Dies gelingt nur, wenn die Pflegefachpersonen tragfähige Beziehungen zu den Patienten aufbauen können. Und das braucht Zeit und Erfahrung.
In den Pflegeheimen sind die Pflegefachpersonen häufig auf sich allein gestellt. Sie sind es, die dementen Bewohnern jene Sicherheit geben, die sie brauchen, um zur Ruhe zu kommen. Sie sind es, die sich um die Grundbedürfnisse der betagten und pflegebedürftigen Menschen kümmern. Sie sind es, die durch Lagerung, konsequente Hautpflege und Hautkontrolle dafür sorgen, dass Bettlägerige keine Dekubiti entwickeln. Sie sind es, die mit fachgerechter Mobilisation Kontrakturen oder Stürze verhindern. Wenn die Anzahl von Pflegefachpersonen noch weiter sinkt, wird in Pflegeheimen der wahre existentielle Notstand ausbrechen.
Es geht um die Würde jener, die auf Pflege und Betreuung, egal welcher Couleur angewiesen sind.
Wenn im Akutspital Patienten in ihrem Erbrochenen, im eigenen Blut liegen gelassen werden müssen, ein anderer Patient sich vor Schmerzen windet, und die einzige Pflegende auf der Station einen deliranten Patienten vor sich selbst schützen muss, steht die Würde auf dem Spiel. Es sind die Pflegefachpersonen, die sich dafür stark machen, dass der Patient noch als ganzer Mensch und nicht nur als „die Gallenblase“ oder „die Hüftfraktur“ gesehen wird. Sie hält die Fäden in der Hand. Ist Ansprechperson für Ärzte, Physiotherapie oder Ernährungsberatung. Wenn diese „Vernetzung“ wegbricht, werden schwer kranke Patienten mit vielen ihrer Probleme alleine gelassen, weil sich niemand mehr zuständig fühlt.
Wenn im Pflegeheim eine Pflegende zwei Bewohnern gleichzeitig das Essen anreichen muss und das bitte in höchstens 30 Minunten, wenn demente Bewohner nicht mehr regelmässig zur Toilette geführt werden können und stattdessen einfach eine Inkontinenzeinlage angezogen bekommen, wo ist die Würde dann? Noch geben Pflegende alles, um diese Szenarien zu vermeiden. Es sind die Pflegefachpersonen, die ihren Bewohnern auch im Sterben beistehen und ihnen ein würdevolles Sterben ermöglichen. Dass auch noch in 10 Jahren Pflegefachpersonen einem Menschen diesen Dienst erweisen können, darum geht es.
Es geht um die Seelen der Pflegefachpersonen
„Ausgebrannte Pflegende bringen keine Wärme mehr; wem nützt ein Leuchtturm, wenn die Lampe nicht brennt?“ Das sagte Liliane Juchli einst. Der Beruf verlangt viel von den Pflegefachpersonen. Er ist körperlich anstrengend, die Arbeitszeiten sind unregelmässig, und Überzeiten garantiert. Pflegefachpersonen sehen viel Leid: Patienten werden mit schweren Krankheiten, Ängsten, Schmerzen und anderen körperlichen Einschränkungen konfrontiert, Angehörige fürchten um das Leben ihrer Liebsten oder müssen sogar deren Tod akzeptieren. Auch Tod und Sterben sind nicht einfach anzusehen. Schon heute brennen viele Pflegefachpersonen aus und können den von ihnen geliebten Beruf nie wieder ausüben. Wird es Pflegenden nicht bald erleichtert, ihr eigenes Licht zu schützen und zu pflegen, werden noch mehr Leuchttürme für immer erlöschen.
Darum und nur darum geht es in der Pflegeinitiative. Deshalb unterstütze ich sie mit all meiner zur Verfügung stehenden Kraft.
Mehr als 11.000 Menschen haben die Pflegeinitiative bereits unterschrieben, ihnen danke ich von ganzem Herzen. Jene, die es noch nicht getan haben, bitte ich, es zu tun. Helfen Sie mit, der Pflege eine Stimme zu geben!

Eure Madame Malevizia. 

Donnerstag, 19. Januar 2017

Stellungnahme zu einigen Kommentaren im Tagesanzeiger vom 18.1.17. zum Bericht„Der Pflegenotstand droht“


Stellungnahme zu einigen Kommentaren im Tagesanzeiger vom 18.1.17. zum Bericht„Der Pflegenotstand droht“
Bevor ich zu den Kommentaren Stellung beziehe, erst einmal ein paar Worte zum Artikel selbst: Der Pflegenotstand droht nicht nur, er ist bereits da. Ich sehe ihn als bereits eingetreten, wenn Psychiatriefachpersonen ihre Patienten mit Medikamenten sedieren müssen, um ihre Sicherheit gewährleisten zu können. Wenn sie es nicht tun, sind ihre Patienten an Leib und Leben gefährdet. Weil ihnen die Zeit für gezielte Kriseninterventionen fehlt. Der Pflegenotstand ist da, wenn ein Patient sich über 30 Minuten vor Schmerzen im Bett wälzen muss, weil sich die Pflegefachperson gerade um einen Patienten kümmern muss, der an seinen inneren Blutungen zu versterben droht. Es gibt kein anderes Wort als Pflegenotstand, wenn die Pflegefachperson im Pflegeheim entscheiden muss, ob sie entweder eine Bewohnerin solange in ihren Exkrementen liegen lässt, bis sie damit fertig ist, die andere Bewohnerin mit starker Schluckstörung beim Essen zu unterstützen, oder diese Patientin um ihre Mahlzeit betrügt, weil diese später zu müde sein wird.
Die Pflegeinitiative will nicht den Pflegenotstand verhindern, sie will verhindern, dass der Pflegenotstand zur Pflegekatastrophe wird.
Der Bericht liefert zuverlässig die Zahlen, die offenbar in der Öffentlichkeit als so wichtig angesehen werden. Wer sie einigermassen aufmerksam liest, erkennt, dass  da ein Problem vorliegt. Danke dafür.
Nun zur Diskussion:
Die häufigsten Kommentare beziehen sich auf die Kosten. Bereits bei der Medienkonferenz des Initiativkomitees am 17.1.17, sowie anderen Berichten, wird vor allem eine Frage gestellt: Was wird das kosten?
Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung.
Aber ich weiss, was es kosten wird, wenn die Initiative nicht zustande kommt oder abgelehnt wird: Menschenleben, die Würde jener, die auf pflegerische Unterstützung, egal welcher Couleur angewiesen sind und die Seelen der Pflegenden.

Ich nehme mir die Freiheit einige Kommentare herauszupicken und direkt dazu Stellung zu nehmen. Ich habe sie ausgewählt, weil sie jene ethisch–moralischen Fragen aufwerfen, denen sich die Schweiz, und vor allem unsere Politiker, im Zusammenhang mit der Pflegeinitiative stellen muss. Jeder Kommentar hätte Potential für einen eigenen Blog. In dieser Stellungnahme möchte ich mich jedoch kurz halten.

„Wir werden immer gesünder älter. Exit hat auch eine enorme Zuwachsrate. Ich kenne niemand in meinem Umfeld, der/die ein Altersheim zu Exit bevorzugt. Das Recht auf Exit muss ausgebaut werden.
Heute wird diktatorisch über das Leben von den Alten bestimmt. Viele die in den Altenheimen über Jahre und Jahrzehnte dahinvegetieren, würden wohl lieber sterben und dürfen nicht. Und warum umbringen? Exit ist eine persönliche Entscheidung, und sollte von einer Handlungsfähigen Person, eigentlich immer zur Verfügung stehen.“
Nina Klein
Ich finde es traurig, dass die Angst vor Abhängigkeit, die Angst vor dem Unterversorgt sein, Menschen zur Entscheidung für Exit bringt. Das Recht auf Exit auszubauen, kann nicht unsere Antwort auf den Fachkräftemangel sein. Der Grat zwischen „freier Entscheidung“ und „Eutanasie“ wie zu sehr dunklen Zeiten in Deutschland ist extrem schmal.

„Das wäre doch ein neues Betätigungsfeld für die Unmengen an ausgesteuerten über 50 Jährigen? Umschulen auf Pflegeberufe, verpflichten bis zur Pensionierung auf dem Beruf zu arbeiten, sonst Aufkommen für die Weiterbildungskosten. Schliesslich wollen wir keine Einwanderung, aber jemand muss den Job machen.“
Hans Meier
Wenn es Arbeitslose gibt, die sich diesen Beruf vorstellen können, bin ich absolut dafür, diese auch entsprechend zu fördern. Darauf zielt die Pflegeinitiative auch ab. Eine „Zwangsrekrutierung“ wie sie Hans Meier vorschlägt ist jedoch nicht zielführend. Pflegefachperson sein muss man wollen, sonst leidet nicht nur der „Zwangsrekrutierte“ selbst, sondern auch die Patienten.




„Die Akademisierung der Pflegeberufe trägt stark zum Mangel an Fachkräften bei. Personen, die vom Charakter und ihrer Empathie her sehr geeignet wären, sind wegen der überspitzten schulischen Anforderungen ausgeschlossen. Die hochgebildeten, pflegerisch ahnungslosen Pflegeakademikerinnen sind sich zudem zu schade für die Arbeit an den Patienten.“
Ernst Boller
Empathie und Charakter alleine reichen nicht. Es braucht Kopf, Herz und Hand. Es ist jedoch auch heute noch möglich, mit einem Realschulabschluss die Ausbildung zur Pflegefachperson zu machen. Ja, es braucht einen langen Atem, aber keinen längeren als damals, als ich diesen Weg (mit Realschulabschluss) gegangen bin.
In der Praxis begegne ich vielen Pflegefachpersonen FH (Bachelorabschluss). Ich begegne ihnen am Patientenbett, wo sie sich um hochkomplexe Patientensituationen kümmern, ich kann sie fragen, wenn ich etwas nicht weiss, ich kann mich mit ihnen beraten. Studierende FH entscheiden sich meist bewusst für das Pflegestudium, weil sie praktisch arbeiten wollen und nicht irgendwo in einem Kämmerchen verstauben.
Ebenso wichtig sind jedoch die Pflegefachpersonen mit Masterabschlüssen, welche Studien durchführen. Wer soll uns die Zahlen (die ja in der Schweiz so wichtig sind) liefern, wenn nicht sie? Wer soll gegenüber Krankenkassen belegen können, welche pflegerischen Interventionen wirksam sind, wenn nicht sie?

Der Kostendruck in den Spitälern ist ein weiteres Kapitel. Es darf nur noch husch-husch das Nötigste gemacht werden. Das verleidet den Job ganz gründlich.
Ernst Boller
Da gebe ich Herrn Boller absolut recht. Auch ich frage mich, wo dieses Geld eigentlich hingeht, in die Pflege jedenfalls nicht! Die Pflegeinitiative will auch vor allem eines: Das Pflegefachpersonen ihren Job wieder machen können, wie sie es auch gelernt haben.




Die Veränderungen der letzten Jahre im Berufsbild der Pflegenden waren gar nicht förderlich. Im Gegenteil. Schon die aktuellen Berufsbezeichnung widerspiegeln ganz klar das schiefe Bild. Was war denn an den Bezeichnungen "Krankenschwester" oder "Pfleger" so falsch?
Ernst Boller
Der Titel „Schwester“ ist den Ordensschwestern vorbehalten. Sie sind allein stehend, und kinderlos. Pflegefachpersonen können verheiratet, liiert, verliebt alleinstehend, mit Kindern und ohne Kinder sein.
Der Titel „Krankenschwester“ impliziert vor allem den „dienenden“ Aspekt des Berufes. Das ist er jedoch schon lange nicht mehr. Pflegefachperson ist eine Profession, die viel Wissen und sehr viel Eigenständigkeit braucht.

„Das Modell FAGE / HF ist einen Schuss in den Ofen.“
Beat Weiss
Leider fehlt mir hier die Begründung, warum Herr Weiss dieser Meinung ist. Das Modell FAGE/HF wurde erstellt, als die Pflegeausbildungen vom SRK ins BBT gewechselt haben. Ich sehe darin vor allem einen Vorteil: Schulabgänger haben die Möglichkeit ohne Umwege einzusteigen und haben dann nach 3 Jahren auch etwas in der Hand. Im vorherigen Model, mussten zuerst Praktikas sowie weiterführende Schulen absolviert werden, bevor mit der Ausbildung begonnen werden konnte.

„Was der Pflege in der Schweiz fehlt, ist das selbständige Handeln. (wie USA). Für jeden Pfupf braucht es hier eine ärztliche Verordnung, das ist völliger Unsinn und hat mehr mit Standesdünkel, denn mit Fachwissen zu tun. Manche Pflegefachfrau, speziell der ältern Sorte (AKP, war die beste Ausbildung) weiss medizinisch viel mehr und kann Zusammenhänge erkennen, als die eingebildeten Mediziner.“
Beat Weiss
Genau das will die Pflegeinitiative ändern. Pflegefachpersonen soll jene Kompetenz und jene Verantwortung zugesprochen werden, welche sie schon längst innehaben. In der Zusammenarbeit mit den Medizinern braucht es eine Partnerschaft auf Augenhöhe und keine Konkurrenz.

„Und früher wurde auch mehr von den Angehörigen erledigt. Aber wenn die Gemeinde oder die Krankenversicherung zahlt, ist das ja bequemer für die Familie... „
Anke Sach
Es gibt viele pflegende Angehörige. Sie haben unseren Respekt und Unterstützung verdient. Dies ist jedoch eine andere Baustelle.
Ja, früher wurde viel mehr von den Angehörigen übernommen. Dies wurde zunehmend den Pflegenden abdelegiert. Da aber die meisten auch berufstätig sind, stehen Angehörigen heute auch weniger Ressourcen zur Verfügung.

Lustig ist, dass die halbe Welt uns erzählen will, Arbeiter und Angestellte werden bald einmal durch Roboter ersetzt. Nur in der Pflege scheint der technische Fortschritt (zumindest in den Köpfen der Initianten) völlig vorbei zu gehen.
Rolf Rothacher
Ja, das will man uns auch bezüglich Pflege erzählen. Aber bis jetzt hat mir noch nie jemand schlüssig erklären können, wie um Gottes Willen das umgesetzt werden soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Roboter die Suizidalität eines Menschen einschätzen kann und mit einem Krisengespräch eine solche persönliche Katastrophe verhindern kann. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Roboter, ein Antibiotika korrekt auflösen und einem Patienten i/v verabreichen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Roboter eine demente Person ganzheitlich versorgen kann. Ich entschuldige mich ganz offen für meine Begrenztheit, aber bis jetzt hat mir das noch kein Roboter vorgemacht.



„Okay, die Pflege hat es verstanden, die Anforderungen an die Mitarbeitenden ständig höher zu schrauben. Während jede Mutter ihrem Kind Salbe und Pflaster auf eine kleine Wunde tun darf, braucht es in der Pflege Arzt und Diplomierte Fachkraft. Wir leiden nicht an einem Fachkräftemangel, sondern an einem Perfektionierungswahn, der auf Dauer unbezahlbar sein wird.“
Rolf Rothacher
Es ist nicht die Pflege, welche diese Anforderungen hochgeschraubt hat. Es ist die zunehmende Komplexität der Fälle. Einem gesunden Kind eine Salbe und ein Pflaster auf eine Wunde tun kann jeder. Anders sieht es aus, wenn Krankheiten die Wundheilung negativ beeinflussen. Dann reicht eine einfache Salbe nicht mehr. Es geht bei der Pflegeinitiative nicht um eine Perfektionierung, sondern darum, dass Pflegefachpersonen ihren Job so machen können, wie sie es auch gelernt haben.

„Die massive Zuwanderung bewirkt ja gerade, dass wir eine massive Zuwanderung benötigen. Ergo ist es eminent wichtig sich diesem Thema anzunehmen. Die Zuwanderung potenziert sich selbst nach oben und verursacht eben, dass wir in gewissen Bereichen massiv ausbauen müssen.“
Ivo Steinmann
Es war klar, dass wir auch bei der Pflegeinitiative von diesem Thema nicht verschont bleiben. Ich werde hier ein einziges Mal darauf eingehen, mehr ist es mir auch nicht wert. Es sind „unsere“ Kranken, Invaliden, Gebrechlichen um die es hier geht! Auch wenn man alle „ausländischen Kranken Invaliden, Gebrechlichen,“ ausschaffen würde, an der Thematik der Pflegeinitiative würde das nichts ändern!

„Eigentlich ist es schon länger erkannt, es geht nicht vorwärts. Manchmal denke ich, dass hat System. Die Hauptthemen in der CH, sind meiner Meinung nach, nicht die dringendsten (Umwelt, alternde Gesellschaft, Pflegekosten etc.), sondern die Lieblingsthemen der WutbürgerInnen: Burkas, Kündigung der EMRK, MEI.... - Ist das nicht Ablenkungspolitik?“
P. Pavelis vor 10 Std.
Ja, es ist schon lange erkannt, und bis auf wenige Ausnahmen bisher von der Politik aktiv ignoriert. Die Schweiz sollte sich fragen, wie es soweit kommen kann, dass eine so duldsame Berufsgruppe wie die Pflege eine Initiative startet. Die von Herrn Pavelis angesprochenen Lieblingsthemen sind einfacher anzugehen. Es gibt da Ja oder nein und links oder rechts. Beim Pflegenotstand werden andere Fragen aufgeworfen, die nicht so einfach zu beantworten sind.
Dies ist wohl der längste Blog den ich je geschrieben habe. Ich danke allen, die ihn bis hierher gelesen haben, und sich die Zeit dazu genommen haben.
Bitte, unterschreibt die Pflegeinitiative! Es ist mir ein persönliches Anliegen!

Danke vielmal
Eure Madame Malevizia.